Casino Zahlungsmethoden im Überblick
Online Casino Zahlungsmethoden lassen sich nach dem Weg ordnen, den das Geld nimmt: als Überweisung vom Bankkonto, über eine Karte, über ein E-Wallet, in Kryptowährung oder mit einem vorausbezahlten Gutschein. Für die Wahl zählt vor allem, ob der Gewinn auf demselben Weg zurückkommt und welche Daten das Casino beim Bezahlen bekommt. Dazu kommt, wie fest eine Methode dein Budget begrenzt und welche Kosten außerhalb des Casinos anfallen, bei der Bank, im Netzwerk oder beim Zahlungsdienst.
| Gruppe | Auszahlung | Was das Casino beim Bezahlen sieht |
|---|---|---|
| Banküberweisung | als Überweisung auf dein Konto | deine Kontoverbindung |
| Klarna | als Überweisung an das Konto der Einzahlung | deine Kontoverbindung |
| Kreditkarte | auf die Karte, nach manchen AGB nur bis zur Höhe der Einzahlung | deine Kartendaten |
| Apple Pay und Google Pay | über die hinterlegte Karte | nicht die echte Kartennummer |
| E-Wallet | in das Wallet, bei Neteller in der Regel sofort | nur das Wallet, keine Bank- oder Kartendaten |
| Kryptowährung | in Kryptowährung an eine Adresse | keine persönlichen Angaben in der Zahlung |
| Gutschein | nur, wenn das Casino den Rückweg des Dienstes eingebunden hat | keine Bank- oder Kartendaten |
Am festesten begrenzt ein Gutschein das Budget. Ein Flexepin-Gutschein etwa ist vorausbezahlt und nur einmal einlösbar; mehr als den Kaufpreis gibst du damit nicht aus. Ein E-Wallet wie Skrill begrenzt auf sein Guthaben, nur lässt sich das fast sofort vom Bankkonto, per Karte oder mit einem Gutschein nachladen.
Banküberweisung und Klarna
Die Banküberweisung funktioniert in beide Richtungen: Du überweist Geld auf das Konto des Casinos, und eine Auszahlung kommt als Überweisung auf dein Konto zurück. Wie lange das Geld jeweils unterwegs ist, hängt davon ab, ob die Bank eine normale Überweisung oder eine Echtzeitüberweisung bucht.
Mit Klarna geht die Einzahlung schneller. Du meldest dich während der Zahlung in deinem Online-Banking an und gibst den Betrag mit einer TAN frei. Stimmen die Angaben, ist die Zahlung abgeschlossen, und das Casino erfährt sofort, dass sie erfolgreich war. Im Casino zahlst du dabei über Klarna Pay Now: Bei Glücksspiel lässt Klarna nur Zahlungen zu, die sofort abgebucht werden, Kauf auf Rechnung und Ratenzahlung sind dort ausgeschlossen.
Einen eigenen Rückweg hat Klarna Pay Now nicht. Das Casino kann aber die IBAN aus deiner Einzahlung übernehmen und eine spätere Auszahlung als Überweisung an genau dieses Konto schicken.
Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay
Gewinne kommen auf eine Karte über eigene Zahlungsarten der Kartenorganisationen zurück. Nach den Regeln von Visa darf ein Casino Gewinne nur als Original Credit Transaction zahlen, also als eigene Gutschrift auf die Karte; als Erstattung der Einzahlung sind Gewinne ausgeschlossen. Mastercard führt dafür die Gaming Payment Transaction, die Gewinne auf ein Mastercard- oder Maestro-Konto überträgt. Als Erstattung darf auf eine Maestro-Karte nur Guthaben zurück, das nicht verspielt wurde, und höchstens bis zur Höhe der ursprünglichen Einzahlung.
Ob das Casino diesen Weg für den ganzen Gewinn nutzt, steht in seinen AGB. Manche sehen vor, nach einer Einzahlung per Karte nur so viel auf die Karte zurückzuzahlen, wie der Spieler netto eingezahlt hat, und den Rest per E-Wallet oder Überweisung zu schicken. Angenommen, du zahlst 50 Euro per Karte ein und lässt dir 400 Euro auszahlen: Dann gehen 50 Euro auf die Karte und 350 Euro über einen zweiten Weg.
Bei der Karte können Kosten außerhalb des Casinos entstehen. Manche Banken, die Kreditkarten ausgeben, berechnen für Zahlungen an Casinos ein eigenes Entgelt je Zahlung: einen Prozentsatz des Betrags, mindestens aber einen festen Betrag. Ob das für deine Karte gilt, steht in den Konditionen der Bank, die sie ausgegeben hat.
Apple Pay und Google Pay reichen eine Karte weiter, die du auf dem Gerät hinterlegt hast. Google hält bei einer Zahlung mit Google Pay kein Geld; bezahlt wird über die Bank hinter der gewählten Karte. Eine Erstattung auf eine Zahlung mit Apple Pay landet automatisch auf der Karte, mit der bezahlt wurde. Für den Rückweg und für das Entgelt der Bank gelten deshalb dieselben Regeln wie bei der Karte selbst. Ein Unterschied bleibt beim Bezahlen: Das Casino bekommt nicht die echte Kartennummer, bei Google Pay steht an ihrer Stelle eine virtuelle Nummer.
E-Wallets wie Skrill, Neteller und MiFinity
Ein E-Wallet ist ein eigenes Konto zwischen deiner Bank und dem Casino. Du lädst es vom Bankkonto, per Karte oder mit einem Gutschein auf, und bei Skrill steht das Geld danach fast sofort bereit. Zahlst du damit ins Casino ein, sieht das Casino nur das Wallet; deine Bank- und Kartendaten gibst du dabei nicht preis.
Bei der Auszahlung ist das Wallet die erste Station. Gewinne gehen dorthin, bei Neteller sind sie in der Regel sofort da. Von dort schickst du sie selbst weiter, bei MiFinity etwa direkt auf deine Karte oder dein Bankkonto. Neteller berechnet für den Empfang nichts; eine Gebühr kann aber das Casino verlangen, das auszahlt. Kommt der Gewinn in einer anderen Währung als der des Wallets an, berechnet Neteller zusätzlich eine Gebühr für die Umrechnung.
Kryptowährungen
Bei einer Einzahlung in Kryptowährung gibt die Kasse des Casinos vor, in welchem Netzwerk du zahlst. Bei einem Casino etwa nimmt die Kasse für Tether (USDT) im gewählten Netzwerk nur ERC20-Adressen an. Das Casino kann den Eingang in Euro umrechnen und so deinem Guthaben gutschreiben; gespielt wird dann mit Euro, auch wenn das Geld als Kryptowährung kam. Auszahlungen gehen wieder in Kryptowährung an eine Adresse, die du angibst.
Eine bestätigte Zahlung lässt sich nicht zurückholen. Für Bitcoin heißt das: Das Geld kommt nur wieder, wenn der Empfänger es selbst zurückschickt. Eine Einzahlung an eine falsche Adresse ist damit verloren, sobald das Netzwerk sie bestätigt hat. Deshalb übernimmst du Netzwerk und Adresse genau so, wie die Kasse sie anzeigt.
Die Gebühr im Bitcoin-Netzwerk richtet sich nach der Größe der Transaktion, also nach ihrer Datenmenge, nicht nach dem überwiesenen Betrag. Bei einer großen Einzahlung fällt sie deshalb kaum ins Gewicht.
Gutscheine: PaysafeCard, Flexepin und CASHlib
Ein Gutschein ist ein Code, den du vorher bezahlst. Er hängt weder an einem Bankkonto noch an einer Karte, und PaysafeCard fragt beim Bezahlen keine persönlichen Daten ab. Für Zahlungen an Casinos kann PaysafeCard allerdings ein registriertes PaysafeCard-Konto verlangen, je nachdem, wo das Konto registriert ist. Du bestätigst die Zahlung in der Kasse dann mit deinen Anmeldedaten; mit dem Code allein lässt sich in diesem Ablauf nicht bezahlen.
Zurück fließt Geld bei Gutscheinen nur, wenn das Casino den Rückweg des jeweiligen Dienstes eingebunden hat, und das hat nicht jedes. Bei PaysafeCard geht eine Auszahlung dann auf das Guthaben im PaysafeCard-Konto. Bei Flexepin und CASHlib kommt der Gewinn auf einen neuen Gutschein: bei Flexepin dort, wo das Casino diese Funktion freigeschaltet hat, bei CASHlib über CASHlib PayOut. Fehlt ein solcher Rückweg, schickt das Casino den Gewinn auf einem anderen Weg, den es selbst wählt.
Warum die Auszahlung einen anderen Weg nehmen kann
Casinos zahlen nach Möglichkeit über die Methode aus, mit der eingezahlt wurde. Manche AGB schreiben das ausdrücklich fest: Die Auszahlung läuft über dieselbe Methode wie die Einzahlung, solange diese Methode das zulässt. Wo sie es nicht zulässt, wählt das Casino einen anderen Weg. Andere AGB erlauben ihm das auch sonst nach eigenem Ermessen, etwa eine Auszahlung auf ein E-Wallet statt auf die Karte.
Eine zweite Grenze ziehen manche AGB beim Empfänger: Ausgezahlt wird nicht auf Bankkonten, Karten oder Wallets, die nicht allein dem Spieler gehören. So soll kein Geld an Personen gehen, deren Identität das Casino nicht geprüft hat. Ein Gewinn auf die Karte des Partners oder in das Wallet eines Freundes fällt damit weg.
Für die Wahl der Einzahlung folgt daraus: Wer seinen Gewinn auf einem bestimmten Weg haben will, zahlt schon mit einer Methode ein, die auch auszahlt, etwa per Banküberweisung oder E-Wallet, und zwar über ein Konto oder Wallet auf den eigenen Namen. Bei einer Methode ohne Rückweg, etwa einem Gutschein ohne eingebundene Auszahlung, entscheidet das Casino, wohin der Gewinn geht.
Wie lange dauert eine Casino Auszahlung?
Die Dauer einer Auszahlung setzt sich bei allen Casino Zahlungsmethoden aus zwei Teilen zusammen. Zuerst bearbeitet das Casino den Antrag und gibt ihn frei, und die Bearbeitungszeit, die ein Casino nennt, reicht nur bis zu dieser Freigabe. Die AGB eines Casinos nennen dafür etwa eine Frist für die Genehmigung und eine längste Bearbeitungszeit in Geschäftstagen und schließen Auszahlungen am Wochenende aus. Danach ist das Geld über die Methode unterwegs, und deren Laufzeit kommt hinzu.
| Methode | Laufzeit nach der Freigabe durch das Casino |
|---|---|
| E-Wallet | bei Neteller in der Regel sofort |
| Kryptowährung | bis zur Bestätigung im Netzwerk, bei Bitcoin wenige Sekunden bis 90 Minuten, im Schnitt 10 Minuten |
| Echtzeitüberweisung | normalerweise binnen 10 Sekunden |
| Normale Überweisung | ein Bankarbeitstag, keine Bearbeitung an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen |
| Visa-Karte | Gutschrift durch die Bank des Karteninhabers binnen 2 Geschäftstagen |
Bei gleicher Freigabe können zwischen einem E-Wallet wie Neteller und einer normalen Überweisung deshalb mehrere Tage liegen, sobald ein Wochenende dazwischenkommt.
Vor der ersten Casino Auszahlung steht die Prüfung deiner Identität, und wie weit sie ist, bestimmt mit, wann das Geld fließt. Die Richtlinie eines Casinos verlangt die vollständige Prüfung, sobald ein Spieler eine Auszahlung beantragt, gleich in welcher Höhe: einen amtlichen Lichtbildausweis, ein Selfie mit diesem Ausweis und als Nachweis der Anschrift einen Kontoauszug oder die Rechnung eines Versorgers. Andere AGB behalten sich zusätzlich ein Gespräch zur Verifizierung vor. Wer diese Unterlagen schon vor dem ersten Antrag einreicht, bringt die Prüfung früher in Gang.
Kleine Einzahlungen: Mindestbetrag und Kosten der Casino Zahlungsmethoden
Die Mindesteinzahlung ist eine Regel des Casinos, nicht der Zahlungsmethode. Ein Casino nennt etwa einen allgemeinen Mindestbetrag und weist darauf hin, dass einzelne Methoden davon abweichende Grenzen haben können. Für einen Bonus kann zusätzlich ein eigener Mindestbetrag gelten, bei einem Neukundenbonus mit mehreren Stufen sogar für jede Stufe ein eigener.
Bei einer kleinen Casino Einzahlung fallen Kosten ins Gewicht, die mit dem Betrag nicht kleiner werden. Weil die Gebühr im Bitcoin-Netzwerk an der Größe der Transaktion hängt, kann sie für 20 Euro so hoch ausfallen wie für einen großen Betrag. Berechnet die Bank, die deine Karte ausgegeben hat, ein Entgelt für Zahlungen an Casinos, greift bei kleinen Beträgen dessen Mindestbetrag, und das Entgelt liegt im Verhältnis zum Betrag deutlich über dem Prozentsatz.
Bei einem Gutschein kann nach dem Ablauf eine Gebühr hinzukommen. Ist das Ablaufdatum eines CASHlib-Gutscheins überschritten, zieht CASHlib jeden Monat 5 Euro vom Restguthaben ab. Ein Rest von 8 Euro, der auf einem abgelaufenen Gutschein liegen bleibt, ist so nach zwei Monaten aufgebraucht.
Warum gibt es im Casino kaum PayPal?
Unter den Casino Zahlungsmethoden ist PayPal selten, weil der Dienst selbst entscheidet, wo mit ihm für Glücksspiel bezahlt werden darf. Zahlungen für Glücksspiel lässt PayPal nur bei Händlern zu, die es vorher genehmigt hat, und seine Nutzungsrichtlinie nennt dabei Spiele im Casino ausdrücklich, neben Sportwetten und Lotterielosen. Fehlt einem Casino diese Genehmigung, darf niemand PayPal dort für Einsätze, Spielschulden oder Gewinne nutzen.
Im Ablauf kommen E-Wallets wie Skrill und Neteller PayPal am nächsten. Du bezahlst aus einem eigenen Konto zwischen Bank und Casino, ohne dem Casino deine Bankdaten zu geben, und Gewinne fließen in dieses Konto zurück.
Wenn Giropay, Lastschrift, Handyrechnung oder AstroPay fehlen
Giropay gibt es nicht mehr: Das Bezahlverfahren wurde zum 31.12.2024 eingestellt. Am nächsten liegt Klarna, das die Zahlung ebenfalls direkt aus deinem Online-Banking auslöst.
Bei der Lastschrift kann die Bank des Kunden eine einmalige Zahlung auch nach der Buchung noch zurückholen. Worldpay rät deshalb davon ab, die Lastschrift für einmalige Zahlungen anzubieten. GoCardless, ein Zahlungsdienst für Lastschriften, nennt Glücksspiel als Beispiel für Zahlungen, für die sich die Lastschrift nicht eignet, weil dort mit Rückbuchungen zu rechnen ist, und wickelt solche Zahlungen nur nach vorheriger Vereinbarung im Vertrag ab. Wer vom eigenen Konto zahlen will, nimmt die Banküberweisung oder Klarna.
Fortumo, ein Dienst von Boku, über den Händler Zahlungen auf die Mobilfunkrechnung buchen lassen, schließt Glücksspiel aus (Stand: 30.05.2023). Am nächsten an der Handyrechnung liegt ein Gutschein, der ebenfalls ohne Bankkonto und ohne Karte auskommt, nur wird er vorher bezahlt.
AstroPay ist ein Wallet mit eigener Karte, der AstroCard. Bezahlt wird mit dieser Karte oder direkt aus dem Guthaben, und Geld geht im Wallet oder auf dem Bankkonto ein. Fehlt AstroPay in der Kasse, entsprechen ihm im Ablauf die E-Wallets wie Skrill, Neteller und MiFinity.