Die Burn-Wette bei 21 Burn Blackjack ist für sich genommen ein Verlustgeschäft: Im Schnitt verschwinden 67,31% jedes Euros, den du auf sie setzt. Trotzdem ist das Verbrennen der zweiten Karte in bestimmten Handkonstellationen die mathematisch bessere Wahl als Stehenlassen.
21 Burn Blackjack ist eine exklusive Blackjack-Variante von Betsoft und findet sich daher bei keinem anderen Softwareanbieter im Angebot. Du spielst bis zu drei Hände gleichzeitig gegen den Dealer und tauschst wahlweise deine zweite Karte gegen eine neue, zufällige Karte, sobald du deine Starthand und die offene Dealerkarte siehst.
So funktioniert die Burn-Option
Bei 21 Burn Blackjack tauschst du deine zweite Startkarte gegen eine neue, zufällige Karte, wenn dir deine Hand nicht gefällt. Diese Option heißt Burn und kostet einen eigenen Einsatz: genau die Hälfte deines ursprünglichen Wetteinsatzes. Diesen Burn-Einsatz zahlst du, bevor du mit Hit, Stand, Split oder Double weiterspielst.
Der Burn-Einsatz ist keine Gebühr für den Kartentausch, sondern eine eigenständige Nebenwette auf die Ersatzkarte. Bildet die neue Karte zusammen mit deiner ersten Karte ein Ass und eine Zehn, wertet das Spiel diese Kombination als Blackjack, genauso wie einen Blackjack aus den ursprünglichen zwei Karten.
Eine Einschränkung: Nach einem Split ist die Burn-Option gesperrt. Hast du deine Starthand bereits geteilt, spielst du beide Hände regulär zu Ende, ohne eine Karte verbrennen zu können.
Der Ablauf einer Spielrunde
Eine Runde läuft in einer festen Reihenfolge ab, in der die Burn-Entscheidung einen festen Platz hat:
- Du platzierst deinen Einsatz auf eine, zwei oder drei Hände gleichzeitig.
- Jede Hand erhält zwei offene Karten, der Dealer zeigt eine seiner beiden Karten offen.
- Für jede Hand entscheidest du einzeln über die Burn-Option, noch bevor du Hit oder Stand wählst.
- Entscheidest du dich für Burn, verschwindet die zweite Karte der Hand und eine neue, zufällige Karte nimmt ihren Platz ein. Der Burn-Einsatz wird sofort fällig.
- Danach folgt das reguläre Spiel: Hit, Stand, ein einmaliges Split oder Double, je nach Handwert.
- Jede Hand wird einzeln mit der fertigen Hand des Dealers verglichen und getrennt ausgezahlt.
Die Auszahlungstabelle der Burn-Wette
Die Burn-Wette hat eine eigene Auszahlungstabelle, unabhängig vom Ergebnis deiner Haupthand:
Ersatzkarte | Auszahlung |
|---|---|
Pik-Ass | 7 zu 1 |
Jedes andere Ass | 2 zu 1 |
Alle anderen Karten | Burn-Einsatz verloren |
Von 52 Karten im Deck sind nur 4 Asse, eines davon das Pik-Ass. Die Haupthand läuft davon unberührt: Sie wird immer regulär nach den normalen Blackjack-Regeln ausgezahlt, das Ergebnis der Burn-Wette hat darauf keinen Einfluss.
Wann sich die Burn-Entscheidung rechnerisch lohnt
Die Burn-Wette ist für sich genommen ein Verlustgeschäft: Bei den genannten Auszahlungsquoten verlierst du im Schnitt 67,31% jedes Euros, den du auf sie setzt. Das lässt sich direkt aus der Auszahlungstabelle nachrechnen: (1/52 × 7) + (3/52 × 2) − (48/52 × 1) ergibt −35/52, also −67,31%.
Weil der Burn-Einsatz genau die Hälfte deines Haupteinsatzes beträgt, überträgt sich dieser Verlust nur zur Hälfte auf dein Gesamtspiel. Rechnest du die 67,31% auf den Haupteinsatz um, kommst du auf 33,65% (67,31% × 50%). Verbrennen lohnt sich deshalb nur, wenn die neue Karte deine Haupthand um mehr als diesen Wert verbessert.
Ein Beispiel mit 20€ Haupteinsatz: Der Burn-Einsatz liegt bei 10€. Im Schnitt verlierst du davon 6,73€ (67,31% von 10€) allein durch die Burn-Wette. Diese 6,73€ entsprechen 33,65% deines 20€-Haupteinsatzes, genau der Schwelle, ab der sich das Verbrennen erst auszahlt.
Laut Wizard of Odds, einer unabhängigen Analyseseite für Casino-Wahrscheinlichkeiten, wird diese Schwelle nur in wenigen Konstellationen erreicht: wenn deine erste Karte eine 8, 9, 10 oder ein Ass ist (abhängig von der zweiten Karte und der offenen Dealerkarte), oder im Sonderfall einer ersten Karte 7, kombiniert mit einer zweiten Karte 8 oder 9, gegen eine offene Dealerkarte mit dem Wert 7. Außerhalb dieser Fälle bleibt Stehenlassen die bessere Wahl.
Die Tischregeln von 21 Burn Blackjack
Abseits der Burn-Option gelten eigene Tischregeln, die von klassischem Blackjack abweichen:
- Blackjack zahlt 1:1 statt der sonst üblichen 3:2.
- Der Dealer zieht bei einer weichen 17 (Soft 17) eine weitere Karte.
- Splitten ist nur einmal pro Hand erlaubt.
- Doppeln ist auf beliebige zwei Karten möglich, auch nach einem Split.
- Surrender steht nicht zur Verfügung.
- Gespielt wird mit sechs Kartendecks.
Die Auszahlung von 1:1 statt 3:2 wirkt sich direkt auf deinen Gewinn aus: Bei einem 20€-Einsatz sind das 20€ Gewinn statt 30€ bei einem klassischen Blackjack-Tisch.
Die Versicherung bei einer offenen Dealerkarte
Zeigt der Dealer als offene Karte ein Ass, kannst du eine Versicherung abschließen, bevor du selbst spielst. Der Dealer prüft in diesem Moment verdeckt seine zweite Karte auf Blackjack, noch bevor du Hit, Stand oder Burn wählst.
Die Versicherung kostet die Hälfte deines ursprünglichen Wetteinsatzes. Hat der Dealer tatsächlich Blackjack, zahlt sie 2 zu 1 aus, das gleicht den Verlust der Haupthand aus. Hast du selbst ebenfalls Blackjack, endet die Runde unentschieden (Push): Du bekommst deinen Grundeinsatz zurück.
Der Hausvorteil im Vergleich
Betsoft nennt für 21 Burn Blackjack offiziell eine RTP von 99,50%, das entspricht einem Hausvorteil von 0,50%. Die unabhängige Berechnung von Wizard of Odds kommt auf einen angenäherten Hausvorteil von 0,54% für die Version mit sechs Kartendecks, was einer RTP von 99,46% entspricht.
Die Differenz von 0,04 Prozentpunkten zwischen Herstellerangabe und unabhängiger Berechnung bleibt ohne offizielle Erklärung von Betsoft. Spielen kannst du 21 Burn Blackjack zum Beispiel bei Casinia, BankonBet oder Jokery.




